ePortfolio HLW Horn

Portfolio

Der Begriff Portfolio (lat. portare „tragen“ und folium „Blatt“), selten Portefeuille, bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Im übertragenen Sinne kann es auch eine Sammlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder Handlungsoptionen bedeuten. Ursprünglich bezeichnete es eine Brieftasche oder Sammelmappe. Im Bildungsbereich steht Portfolio für eine Mappe, in der Blätter zusammengetragen und aufbewahrt werden können. Der Begriff wird in ganz unterschiedlichen Bedeutungsbereichen verwendet (Quelle: Wikipedia)

Portfolios im Bildungsbereich kann man in verschiedene Arten einteilen:

E-Portfolio

Ein E-Portfolio (Elektronisches Portfolio) ist die digitale Form eines Portfolios, das die neuen Medien zur Umsetzung dieses alten Konzeptes nutzt. Das E-Portfolio bietet die Möglichkeit sich selbst, sowie erbrachte Leistungen darzustellen. Dazu können unter anderem Medienformen wie der Blog und die Profilseite verwendet werden. Damit unterscheiden sich die E-Portfolios mehr durch ihre Form von „realen“ Portfolios als durch die Inhalte.

Arten von E-Portfolios:

  1.  Datenspeicher mit Struktur (Ordner und USB-Stick): Dateiformate beachten (PDF-Files, Präsentation)
  2. Webspeicher mit Struktur und Webseiten mit Links auch die Daten (z.B.:  Funpic, LimaCity, manche Provider bieten Webspeicher an, …)
  3. CMS – Contentmanagementsystem: Wordpress, Joomla, Typo3,  
  4. LMS – Lernmagementsysteme: MOODLE, dotLRN (LMS NÖ)
  5. Portfoliosoftware: Mahara, Sakai, …
  6. Social Networks: Studi VZ. Facebook, …
  7. Blog bzw. Weblog, Wiki, …

Klassen- und Schülerportfolios

In der HLW Horn bieten wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit ihre Sammlungen und Portfolios am Schulserver zu speichern. Ausgehend vom Unterrichtsfach "Elektronisches Lernen (ELEA)" entwickeln die Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Portfolio, welches die gesamte Schullaufbahn begleitet.
zu den Websites bzw. Sammlungen und Portfolios

Grundtypen von E-Portfolio

Reflexionsportfolio

Unter den Reflexionsportfolios lassen sich zwei weitere Typen unterscheiden. Zum einen das Lernportfolio. Bei diesem Typ wird die Entwicklung des Portfolioherstellers betrachtet. Um in diese Kategorie eingeteilt zu werden, gibt es zwei wesentliche Eigenschaften. Der Eigentümer und Ersteller des Portfolios sind identisch. Weiterhin führt der Eigentümer/Ersteller das E-Portfolio aus der eigenen Motivation heraus. Kennzeichnend für Lernportfolios sind Aufgabenstellungen und Übungen, die selbst generiert werden und die Reflexionen darüber. Zum anderen das Beurteilungsportfolio. Dieses Portfolio unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten zu dem Lernportfolio. Dieses Portfolio wird zur Beurteilung genutzt und des Weiteren sind die Lernaufgaben sowie Bewertungskriterien von außen vorgegeben.

Entwicklungsportfolio

Bei diesem E-Portfolio-Typ wird die eigene Entwicklung Mittelpunkt der Reflexion. Hierbei bezieht sich die Entwicklung allerdings auf die berufliche Laufbahn, also auf die Karriere. Diese Darstellung ist vor allem nach außen gerichtet.

Präsentationsportfolio

Dieser Typ dient, wie der Name schon sagt, der Präsentation. Dabei geht es um die Darstellung nach außen und kann mit der Orientierung auf ein Produkt verbunden sein. 

Wie sollte ein E-Portfolio aussehen?

Sechs Kategorien:
  1. Das Material sollte mit Blick auf das Publikum und das Thema sorgsam gewählt werden. Beispiele und Illustrationen sind dabei eine nützliche Hilfe. Weiterhin gibt es „keine unpassenden oder trivialen Materialien“.
  2. Des Weiteren gibt es ein „Level der Reflexion“, das sich durch ein tiefes Verständnis auszeichnet sowie die Illustration der Entwicklung und des Selbstbewusstseins des Erstellers. Auch werden hier Reaktionen von anderen einbezogen und darauf reagiert.
  3. „Der Inhalt beinhaltet ansehnliche Überlegungen über einen bestimmte[n] Zeitraum hinweg, die Materialien zeigen Tiefe und Breite.“ Weiterhin beziehen sich die Materialien auf den Kontext. Die Texte an sich sind kurz, bündig in Prosa und akkurat geschrieben.
  4. Der Inhalt kann durch die Verwendung von Multimedia verbessert werden, wenn deren Verwendung angemessen und dem Zweck entsprechend ist. Sie dürfen also nicht ablenken. Audio- und Videodateien sollten nur in einer hohen Qualität verwendet werden.
  5. Das äußere Erscheinungsbild ist ordentlich. „Abbildungen passen zum Zweck des Portfolios und zu seinem Ersteller“ und es wurden keine ablenkenden Elemente verwendet. „Verbindungen sind fertiggestellt“.
  6. Die Navigation sollte es dem Nutzer leicht machen, eigene Wege zu gehen und sich zurechtzufinden. Dementsprechend sollte die Navigation leicht und intuitiv zu handhaben sein. Außerdem sollte alles verlinkt sein.