
Portfolio
Der
Begriff Portfolio (lat. portare „tragen“
und folium „Blatt“),
selten Portefeuille,
bezeichnet eine
Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Im übertragenen Sinne kann
es auch
eine Sammlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder
Handlungsoptionen
bedeuten. Ursprünglich bezeichnete es eine Brieftasche oder
Sammelmappe. Im
Bildungsbereich steht Portfolio für eine
Mappe, in der Blätter
zusammengetragen und aufbewahrt werden können. Der Begriff wird in ganz
unterschiedlichen Bedeutungsbereichen verwendet (Quelle: Wikipedia)
Portfolios im Bildungsbereich
kann man in verschiedene Arten einteilen:
- Kurs-Portfolio: dient dazu, Produkte und Leistungsbelege aus einem
einzelnen Kurs (z. B. Unterrichtsfach Politik, Biologie etc.)
zu sammeln.
- Portfolio im Sinne einer Leistungsmappe:
sammelt und ordnet bestimmte Produkte, die eine Lernbiographie des
Lernenden kennzeichnen bzw. die Entwicklung des Lernenden sichtbar
machen oder seine Arbeit an einem Projekt dokumentieren. Es kann als
Vorzeigeportfolio, Prüfungsportfolio oder auch als Bewerbungsportfolio
verwendet werden.
- Ein Portfolio kann
Sammlung von Zeugnisse, Stellenbeschreibungen,
Auszeichnungen, Zertifikate, Teilnahmebescheinungen oder auch
Lernerfahrungen und -erfolge systematisch erfassen; persönliche
Lernstrategien planen; die eigene Stellensuche optimieren etc. sein (Quelle:
Wikipedia).
E-Portfolio
Ein
E-Portfolio (Elektronisches Portfolio)
ist die digitale Form eines Portfolios, das die neuen Medien zur
Umsetzung
dieses alten Konzeptes nutzt. Das E-Portfolio bietet die Möglichkeit
sich
selbst, sowie erbrachte Leistungen darzustellen. Dazu können unter
anderem
Medienformen wie der Blog und die Profilseite verwendet werden. Damit
unterscheiden sich die E-Portfolios mehr durch ihre Form von „realen“
Portfolios als durch die Inhalte.
Arten
von E-Portfolios:
- Datenspeicher
mit Struktur (Ordner und
USB-Stick): Dateiformate beachten (PDF-Files, Präsentation)
- Webspeicher
mit Struktur und Webseiten mit Links
auch die Daten (z.B.: Funpic,
LimaCity,
manche Provider bieten Webspeicher an, …)
- CMS
– Contentmanagementsystem: Wordpress, Joomla, Typo3, …
- LMS
– Lernmagementsysteme: MOODLE, dotLRN (LMS NÖ)
- Portfoliosoftware:
Mahara, Sakai, …
- Social
Networks: Studi VZ. Facebook, …
- Blog
bzw. Weblog, Wiki, …
Klassen- und Schülerportfolios
In der HLW Horn bieten wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit ihre
Sammlungen und Portfolios am Schulserver zu speichern. Ausgehend vom Unterrichtsfach "Elektronisches Lernen (ELEA)"
entwickeln die Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Portfolio, welches die gesamte Schullaufbahn begleitet.
zu den Websites bzw. Sammlungen und Portfolios
Grundtypen von E-Portfolio
Reflexionsportfolio
Unter den
Reflexionsportfolios
lassen sich zwei weitere Typen unterscheiden. Zum einen das
Lernportfolio. Bei
diesem Typ wird die Entwicklung des Portfolioherstellers betrachtet. Um
in
diese Kategorie eingeteilt zu werden, gibt es zwei wesentliche
Eigenschaften.
Der Eigentümer und Ersteller des Portfolios sind identisch. Weiterhin
führt der
Eigentümer/Ersteller das E-Portfolio aus der eigenen Motivation heraus. Kennzeichnend für Lernportfolios sind
Aufgabenstellungen und Übungen, die selbst generiert werden und die
Reflexionen
darüber. Zum anderen das Beurteilungsportfolio. Dieses Portfolio
unterscheidet
sich in zwei wesentlichen Punkten zu dem Lernportfolio. Dieses
Portfolio wird
zur Beurteilung genutzt und des Weiteren sind die Lernaufgaben sowie
Bewertungskriterien von außen vorgegeben.
Entwicklungsportfolio
Bei
diesem E-Portfolio-Typ wird
die eigene Entwicklung Mittelpunkt der Reflexion. Hierbei bezieht sich
die
Entwicklung allerdings auf die berufliche Laufbahn, also auf die Karriere. Diese Darstellung ist vor
allem nach außen
gerichtet.
Präsentationsportfolio
Dieser
Typ dient, wie der Name schon sagt, der Präsentation. Dabei geht es um
die Darstellung nach außen und kann mit der Orientierung auf ein
Produkt
verbunden sein.
Wie
sollte ein E-Portfolio
aussehen?
Sechs
Kategorien:
- Das
Material sollte mit Blick auf
das Publikum und das Thema sorgsam gewählt werden. Beispiele und
Illustrationen
sind dabei eine nützliche Hilfe. Weiterhin gibt es „keine unpassenden
oder
trivialen Materialien“.
- Des Weiteren gibt es ein „Level
der Reflexion“, das sich durch ein tiefes Verständnis auszeichnet sowie
die
Illustration der Entwicklung und des Selbstbewusstseins des Erstellers.
Auch
werden hier Reaktionen von anderen einbezogen und darauf reagiert.
- „Der Inhalt beinhaltet
ansehnliche Überlegungen über einen bestimmte[n] Zeitraum hinweg, die
Materialien zeigen Tiefe und Breite.“ Weiterhin beziehen sich die
Materialien
auf den Kontext. Die Texte an sich sind kurz, bündig in Prosa und
akkurat
geschrieben.
- Der Inhalt kann durch die
Verwendung von Multimedia verbessert werden, wenn deren Verwendung
angemessen
und dem Zweck entsprechend ist. Sie dürfen also nicht ablenken. Audio-
und
Videodateien sollten nur in einer hohen Qualität verwendet werden.
- Das äußere Erscheinungsbild ist
ordentlich. „Abbildungen passen zum Zweck des Portfolios und zu seinem
Ersteller“ und es wurden keine ablenkenden Elemente verwendet.
„Verbindungen
sind fertiggestellt“.
- Die
Navigation sollte es dem
Nutzer leicht machen, eigene Wege zu gehen und sich zurechtzufinden.
Dementsprechend sollte die Navigation leicht und intuitiv zu handhaben
sein.
Außerdem sollte alles verlinkt sein.